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Freitag, 18. Mai 2012

Verbrennen und Löschen

Nicht nachmachen - nur mit einem Spezialhandschuh ungefährlich
Nicht nachmachen - nur mit einem Spezialhandschuh ungefährlich
Natrium reagiert mit Wasser explosiv
Natrium reagiert mit Wasser explosiv
Stichflamme beim Löschversuch von brennendem Öl mit Wasser
Stichflamme beim Löschversuch von brennendem Öl mit Wasser
Richtiges Löschen mit einem CO2-Löscher
Richtiges Löschen mit einem CO2-Löscher

Am 6. und 20. Mai stand bei der Jugendfeuerwehr München Süd das Thema „Verbrennen und Löschen“ auf dem Dienstplan.

Der erste Termin widmete sich der Theorie – zumindest für die Jugendlichen, die als Zuschauer gespannt einige interessante Versuche rund um das Thema Verbrennen erlebten. Die eindruckvollen Versuche führte Andreas Tügel vor. Er ist Jugendausbilder im Münchner Westen und hauptberuflich Pyrotechniker.

Dabei ging es zunächst um die verschiedenen Stoffe, die brennen können und dementsprechend in Brandklassen eingeordnet werden. Bei jedem Stoff spielt die Dosierung eine wichtige Rolle. Andi führte eindruckvoll vor, dass fein zerstäubte Bärlappsporen in richtiger Menge und dem richtigen Abstand zur Zündquelle eine eindruckvolle Flamme geben.

Dass eine Verbrennung auch recht ungewöhnlich ablaufen kann, konnten die Jugendlichen mit einem Stück Natrium beim Wassertonnenversuch staunend erleben. Kaum kam das Natrium mit Wasser in Berührung, reagierten die Stoffe mit einer kleinen Explosion miteinander, die eine Wasserfontäne aus der Tonne zur Folge hatte.

Am 20. Mai konnten die Jugendlichen dann die wichtigsten Verhaltensweisen rund um das Thema Löschen praktisch ausprobieren. Andreas Höchstetter zeigte, dass die Löschwirkung vor allem vom geeigneten Löschmittel abhängt. So können brennende Magnesium-Metallspäne nicht mit Wasser gelöscht werden.

Auch für überhitztes, brennendes Fett oder Öl ist Wasser grundsätzlich das falsche Löschmittel: Eine Fettexplosion mit fatalen Folgen wäre das Ergebnis. Stattdessen kann man versuchen, das Feuer zum Beispiel mit einem Topfdeckel zu ersticken, solange es sich noch nicht ausgebreitet hat.

Außerdem war die richtige Handhabung verschiedener Feuerlöscher das Trainingsziel dieser Übung. Dabei lernten die Jugendlichen, dass es bei der Brandbekämpfung neben dem Einsatz des passenden Löschers auch auf die richtige Taktik ankommt. So macht es stets Sinn, im Freien aus der Richtung des Windes zu löschen und bei einem größeren Brandherd gemeinsam vorzugehen. Aber auch wenn selbst Löschversuche unternommen werden: Zur Sicherheit die Feuerwehr unter der Telefonnummer 112 anrufen!

Ein herzliches Dankeschön geht an Andi Tügel und Andi Höchstetter für die interessante und erlebnisreiche Gestaltung der beiden Termine. Wer genau wissen möchte, warum Natriumin und Wasser ein explosives Paar ergeben und was der Vorteil von CO2-Löscher ist, der kann zur Jugendfeuerwehr München Süd kommen und noch vieles Interessantes mehr lernen und erleben.

25.05.2010 - LM