24 Stunden wie bei der Berufsfeuerwehr 2003
Am Wochenende vom 3. und 4. Mai starteten wir ein Projekt: Unseren Berufsfeuerwehr-Tag.
Für 24 Stunden sollten wir den „Alltag“ einer Wache erleben, deshalb hatten unsere Ausbilder für uns in mühevoller Arbeit Fallbeispiele vorbereitet. Außerdem mussten wir selber kochen. Im Laufe des Tages gesellten sich noch namhafte Personen der Freiwilligen Feuerwehr zu uns.
Neben einem Vertreter des Kommandos, der Stadtjugendleitung und Vertretern der vier Abteilungsführungen, waren auch ein Vertreter der Polizei mit Einsatzmotorrad und ein Rettungswagen des Malteser Hilfsdienstes anwesend.
Aber beginnen wir doch von Anfang an:
Um 7.00 Uhr Samstag morgens war Treffpunkt im Gerätehaus Forstenried. Verschlafen trudelt die Gruppe langsam ein (wie war das, jeder, der zu spät kommt wird ge-Bauch-batscht? - uraltes Feuerwehrritual!). Dann wurden wir auf die drei Autos, LF8 (Löschgruppenfahrzeug), verteilt und bekamen von unseren Fahrern das Auto noch mal kurz erklärt.
Mittlerweile bereitete das 1. LF das Frühstück vor, doch dann ALARM für das 1. LF, erst mal Schicht im Schacht mit Frühstück, die Mannschaft rückt aus. Traurig blickt der Rest dem Auto hinterher, wir wollen auch Einsätze fahren und vor allen Dingen haben wir Hunger! Das 1. LF kam wieder, wir bekamen unser Frühstück und dann ging es los zum Übungsdienst. Das 3. LF suchte sich von jedem Typ einen Hydranten und übte noch mal das Öffnen. Wir hatten 2 Neulinge an Bord denen wir das alles noch detailliert erklärten. Dann trudelten alle Autos wieder im Gerätehaus ein. Enttäuscht stellten wir fest, die anderen hatten schon wieder Alarm.
Danach war das dritte LF dran mit der Mittagessenvorbereitung (Schweinebraten mit Kartoffelknödeln und Salat), und währenddessen hatten auch wir unseren ersten Alarm für diesen Tag. Alles rannte zum Auto, wir brausten los zum Einsatz. Als wir zurückkamen aßen die anderen schon. Wir saßen keine 10 Minuten da dröhnte es aus dem Lautsprecher: Zugalarm. Nun stürmte jeder zu seinem Auto doch dann, die meisten hatte sich schon die Einsatzkleidung angezogen, FEHLALARM, wir konnten weiter essen.
Nach dem Mittagessen gesellten sich zu jedem Auto 2 Besucher (Stadtjugendleitung, Abteilungsführer, deren Stellvertreter oder andere aktive Feuerwehrmitglieder). Dann hatten wir Unterricht: an 4 Stationen lernten wir wie man eine Infusion vorbereitet, die Schaufeltrage anwendet, einen Stifneck benutzt oder aber wie ein Rettungswagen von Innen ausschaut und was dort für nützliche Dinge drauf sind.
Komischerweise kam der Zugalarm gerade als der Unterricht zu ende war (warum nicht mittendrin wie beim Essen?). Alle 3 Autos fuhren ab. Als wir wieder kamen hatten wir Dienstsport, da wir eh bald bei einem Fußballturnier mitspielen, war die Gelegenheit günstig zu trainieren. Mittendrin fehlten uns dann mal die Spieler aus dem 2. LF, die hatten Alarm und verschwanden einfach.
Nach dem Sport hatten wir kurze Zeit einfach nur Ruhe bevor es dann zum Abendessen ging: Toast Hawaii.
Nach dem Essen hatten wir kurz wieder Freizeit (lecker Sahne), die wir richtig genossen. Doch der Frieden wurde von einem Alarm für das 3. LF unterbrochen.
Als wir dann wieder heimkamen, war es kurz nach Mitternacht und wir feierten den Geburtstag einer Person, die hier sicher nicht namentliche genannt werden möchte. Voll von Torte krochen wir schließlich in unsere Schlafsäcke, schlafen war eh nicht möglich, dafür waren wir alle zu überdreht und wir rechneten eh noch mit 3 Nachtalarmen. Unsere Erwartungen wurden nicht enttäuscht, und so rückten alle drei Autos noch einmal in der Nacht aus.
Ich glaube es war so gegen 4.30 Uhr als man endlich schlafen konnte, allerdings nicht wirklich lange der Weckruf um 6.30 Uhr riss uns alle jäh aus unseren Träumen.
Jetzt noch aufräumen, dann ging es nach Hause, ich für meinen Teil war glücklich als ich endlich schlafen konnte.
04.05.2003 - lina






